Woher kommt der Cervelat?

Sie ist unsere Nationalwurst: die Cervelat. Landesweit liegt sie im Sommer auf den Grills oder kommt in Scheibchen geschnitten als Wurstsalat daher. Im Winter gefüllt mit Schinken und Käse füllt sie als «Arbeiter-Cordon Bleu» die Mägen. Aber woher kommt die Cervelat? Woher hat sie ihren Namen? Und seit wann kennen wir unsere beliebteste Wurst?

Vor noch nicht allzu langer Zeit hat man in den sogenannt besseren Kreisen die Nase über den Cervelat gerümpft. Doch heute ist das «Arbeiter-Kotelett», wie der Cervelat auch scherzhaft genannt wird, die Schweizer Nationalwurst. Der Cervelat – eine geräucherte Brühwurst mit feinem Brät – ist eine relativ junge Wurst. Dies allein schon aus technischen Gründen, denn sein feines Brät kann nur mit Hilfe eines elektrischen Cutters (Schneidemaschine) hergestellt werden. Und diese Maschinen kamen erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf.

Das Wort Cervelat geht gemäss des Schweizerisches Idiotikons auf das lateinische «Cerebellum» zurück, das übersetzt Hirn heisst. Somit ist auch schon gesagt, was die Wurst ursprünglich enthielt. Oder enthalten haben soll. Denn gesicherte Informationen zu den früheren Ingredienzen gibt es nicht.

Aus der Geschichte geht aber hervor, dass der Cervelat früher eine Luxuswurst war, die man mit teuren exotischen Gewürzen verfeinerte. Das älteste Rezept stammt aus dem 16. Jahrhundert. Dank des Fleischwolfs (Cutter) wurde es im 19. Jahrhundert dann zum Massenprodukt – und kalt zur perfekten Mahlzeit für Fabrikarbeiter.

Die Cervelat hat es sogar in das Kulinarisches Erbe der Schweiz geschafft.

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