Kochfantasien Kochrezepte Blog

Fenchel: Tolle Knolle

 

Es gibt kaum ein anderes Gemüse, das so vielfältig nutzbar ist wie der Fenchel. Seine Blüten sind Nahrung für die Bienen und bieten die Grundlage für Sirup. Seine Samen helfen als Gewürz und Tee bei Blähungen, Husten und Unruhe und seine Knolle ist als Gemüse oder Salat wahrer Segen für die Gesundheit.

Der Fenchel (Foeniculum vulgare) ist die einzige Pflanzenart der Gattung Foeniculum innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Es ist eine heute weltweit verbreitete Gemüse-, Gewürz– und Heilpflanze. Eine alte deutsche Bezeichnung für mehrere würzige Doldenblütler ist Köppernickel.

Fenchel wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2009 gekürt. (Wikipedia)

Leider gehört das gesunde Gemüse in Mittel- und Nordeuropa nicht gerade zu den Leibgerichten. Vielleicht erinnern sich zu viele an ihre Kindheit und an den anisähnlichen Geschmack des Fencheltees, der bei Bauchschmerzen getrunken werden musste. Nun ist es also an der Zeit, den Fenchel endlich etwas näher kennenzulernen.

Fenchel als Heilpflanze

Einsatz findet die Knolle vor allem in der Küche. Aber auch als Heilpflanze ist sie sehr beliebt, die Fenchelfrüchte enthalten reiche Mengen an ätherischen Ölen. Angebaut werden vor allem zwei Sorten, Bitter- und Süssfenchel. Besonders Bitterfenchel tut sich als Gesundmacher hervor und eignet sich gut zu medizinischen Zwecken. Fenchelfrüchte können Erkältungsbeschwerden wie Husten oder Schnupfen lindern. Das ätherische Öl, insbesondere die Substanzen trans-Anethol und Fenchon lösen festsitzenden Schleim aus den Bronchien und fördern gleichzeitig dessen Abtransport aus den Atemwegen. Das Öl wirkt ausserdem verdauungsfördernd und krampflösend. Als Tee kann Fenchel bei Blähungen und Völlegefühl Linderung verschaffen. Neben seinem hohen Gehalt an ätherischen Ölen finden sich im Fenchel noch andere gesunde Inhaltsstoffe. Er weist einen hohen Gehalt an den Vitaminen A, K, E, Folsäure, und Beta-Carotin auf. Zudem enthält er die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Magnesium und Mangan und eine hohe Menge an Vitamin C und Eisen.

Fenchel in der Küche

Die Fenchelknolle ist sowohl roh als auch gekocht geniessbar, kann gedünstet, geschmort oder gebacken werden. Doch nicht nur die Knolle lässt sich zu leckeren Gerichten verarbeiten, auch die Samen finden Verwendung in der Küche. Mit ihnen lassen sich beispielsweise Fisch- oder Fleischgerichte würzen. Fenchelsaison in der Schweiz ist von Mai bis November. Viele haben Probleme sich mit der Knolle anzufreunden aber wenn ihr in meinem Blog den Suchbegriff Fenchel eingebt werdet ihr sehen, dass er vielseitig verwendet werden kann.

Herkunft: Sonniges Mittelmeer und Vorderasien

Die Gegend ums Mittelmeer und Vorderasien ist die Heimat des Fenchels. Während des Mittelalters wurde er in Klostergärten angebaut und vor allem als Heilpflanze geschätzt.

Lagerung: Kühl im Gemüsefach

Fenchel sollte möglichst frisch gegessen werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich einige Tage. Einfrieren kann man ihn zum Beispiel blanchiert. Dazu schneidet man ihn am besten klein.

Tipps zur Zubereitung: Gründlich waschen

Beim Kauf gilt: Die Knolle sollte prall und weiß bis hellgrün sein. Bei der Zubereitung wird die Knolle unter fliessendem Wasser gründlich gewaschen, die grünen Stängel und der Wurzelansatz werden herausgeschnitten, dickere Fasern entfernt. In Hälften, Viertel oder längliche Stücke geschnitten, lässt sich der Fenchel nun garen. Das Fenchelkraut wird frisch benutzt. Nicht jeder mag dieses Gemüse mit seinem intensiven Anisaroma, dabei ist es vielseitig verwendbar. Roh eignet es sich als Snack, im Salat passt es hervorragend zu Nüssen. Als wichtiger Bestandteil der mediterranen Küche lässt sich der Fenchel gebraten, gedünstet und geschmort mit anderen Gemüsesorten des Mittelmeerraumes kombinieren. Als Beilage passt er sowohl zu Fisch, Fleisch als auch zu Meeresfrüchten.

Nährwerttabelle: Fenchel-Knolle (pro 100 Gramm)

Energie

kcal
19

Fett

gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate

gesamt (g)
3

Mineralstoffe (mg)

Natrium (Na)
25
Kalium (K)
395
Calcium (Ca)
40
Magnesium (Mg)
10
Phosphat (P)
50
Eisen (Fe)
1,0
Zink (Zn)
0,2

Vitamine

Beta-Carotin (µg)
140
Vitamin E (mg)
0,1
Vitamin B1 (mg)
0,03
Vitamin B2 (mg)
0,11
Vitamin B6 (mg)
0,06
Folsäure (µg)
35
Vitamin C (mg)
9

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.